Zu Beginn des Richtfests überraschen die Zimmermänner mit einem so genannten Zimmererklatsch. Marvin Fangauer begleitet mit dem Akkordeon während seine Kollegen singen und klatschen. „Frühmorgens um halb sechs“ heißt das traditionelle Stück. „Wir lernen das in der Ausbildung und singen das Lied neuerdings wieder öfter“, sagt der Akkordeon spielende Zimmermann.
Sein Chef Ottmar Gmeiner von der gleichnamigen Krauchenwieser Zimmerei verkündete zuvor vom Dach des Foyers den Richtspruch. Drei Mal erhebt er sein Glas – auf den Bauherrn, die Architekten, Ingenieure und Behörden und schließlich auf die Handwerker. Im Anschluss wirft er das Sektglas zu Boden und sagt: „Nach altem Brauch und frommer Sitt, werf ich das Glas jetzt in die Mitt, nach kurzem Flug soll es zerspringen, und dem Hause Segen bringen.“
Bürgermeister Schärer sagte, die Arbeiten seien bis zum gestrigen Tage glücklicherweise unfallfrei geblieben. Er dankte den Handwerkern, Architekten und Statikern namentlich und erwähnte die eingeladenen Nachbarn. „Wir verlangen viel von Ihnen“, sagte er. Das Richtfest solle für sie Entschädigung für die Lärmbelästigung sein.
Zum Abschluss saßen die Gäste erstmals Probe im künftigen Foyer. Ein örtlicher Metzger servierte Leberkäse mit Kartoffelsalat und Brot – wie es sich für ein Richtfest gehört.
(Auszug aus SZ/Erschienen: 05.07.2011 19:20)

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